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Die Gastwirtschaft zum Hirsch in Manolzweiler hat ein altes Wirtschaftsrecht. Sie wird als dingliche Wirtschaft geführt.
Nach dem Feuerversicherungsbuch wurde das Gebäude im Jahr 1629 erbaut. Es wurde mehrmals baulich verbessert z.B. 1929 und wieder im Jahr 1987 fast vollständig um- und dazugebaut.
Früher war der Hirsch neben der dinglichen Gastwirtschaft,die übrigens seit langem besteht, ein landwirtschaftliches Gebäude.
Die Landwirschaft betrieb Hermann Hetzinger bis 1995.
Der Hirschwirt zählte auch zu den größten Grundstücksbesitzern in Manolzweiler.
Im Archiv konnte festgestellt werden ,dass der Hirschwirt im vorletzten und auch im 20. Jahrhundert entweder Anwalt oder Gemeinderat war.
Manolzweiler hatte bis 1935 eine Teilgemeinderechnung. Es zählte zwar immer zur Gemeinde Winterbach, doch die Örtlichen Aufgaben wie Wasserversorgung, Schule usw. mussten aber von der kleinen Teilgemeinde selbst erfüllt werden.
Dem Anwalt oblag dabei eine besondere Aufgabe, zumal er auch für bestimmte Übertretungen Polizeigewalt hatte. Das Anwaltamt hatte deshalb immer eine anerkannte Persönlichkeit inne.
In kleinen Orten wurde meistens der Wirt mit dem Amt betraut.
Die Gastwirtschaft diente früher nicht nur als Kommunikationszentrum, sondern einfach als Raum zur Besprechung der örtlichen Angelegenheiten mit den Bürgern, wie es heute noch der Fall ist.
Wobei der Stammtisch als wichtigster Tisch im Gastraum noch heute zählt.
Das dingliche Wirtschaftsrecht dürfte schon im 18.Jahrhundert bestanden haben. Auch im 19JH sind wenige Unterlagen vorhanden.
Friedrich Bäder hatte seit 21.08.1929 eine dingliche Wirtschaftsberechtigung und war nach dem 2. Weltkrieg lange Jahre im Gemeinderat als Vertreter der Teilgemeinde Manolzweiler.
zusammengetragen von E.Hinderer Bürgermeister, Winterbach a.D.

Hirschwirte / Konzessionen:
Wirtschaften in Manolzweiler:
1. Gasthaus „Hirsch“
1866 – Heute
Wirte: 1866 Jakob Schwegler, 1892 Jakob Hetzinger, 1925 Eugen Hetzinger, 1929 Friedrich Bäder, 1975 Walter Daferner
2.Wirtschaft zum „Lichtenstein“
1868 - 1920
Wirt: Kutteroff der „Stäffeleswirt“
Bei den Kontrahenten Kutteroff und Schwegler kam es immer wieder zu Streitigkeiten.
Auch die Frage blieb nicht aus, ob der Ort 2 Wirtschaften bräuchte.
1866 gab es laut Staatshandbuch 135 Einwohner !
Kutteroff wirft Hirschwirt vor das er Getränke ( Moscht ) von minderer Qualität ausgeschenkt habe.
Wieder erhob Schwegler Einspruch auf das erteilte Konzessionsrecht von Kutteroff.
Es ging hier auch wohl um das Amt des Anwaltes im Ort, was immer wieder zum Streit der beiden Wirte führte.
3.Cafe „Goldboden“
1960-1970
Wirtin: Else Hengmith
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